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Was ist die Kräuterkompass-Methode?

Wie du lernst, Heilpflanzen wirklich zu verstehen, statt Rezepte blind nachzumachen

Viele Menschen wollen mit Kräutern arbeiten.
Und stolpern dann über dieselben Fragen:

  • Welches Kraut ist wirklich das richtige für mich?
  • Warum wirkt dieselbe Pflanze bei anderen, bei mir aber nicht?
  • Muss ich mir jetzt hundert Inhaltsstoffe merken?
  • Und woher weiß ich, ob ich mir gerade etwas Gutes tue oder nicht?

Die klassische Antwort lautet oft: „Mach einfach dieses Rezept.“, das haben schon die [setze hier eine antike Menschengruppe ein: Kelten, Germanen… alternativ: Hildegard von Bingen😒] so gemacht.
Die Kräuterkompass-Methode geht einen anderen Weg.

Sie fragt nicht zuerst: Was sollst du tun?
Sondern: Wie kannst du selbst verstehen, entscheiden und anpassen? Das tun kommt dann ganz automatisch, wenn dein Fundament stabil steht.

Weg vom Nachmachen – hin zum Verstehen

Die Kräuterkompass-Methode basiert auf einem einfachen, aber konsequenten Prinzip:

👉 Du lernst keine Rezepte, sondern die Zusammenhänge.

Das bedeutet:

  • Du verstehst, welche Pflanze du vor dir hast (Botanik).
  • Du weißt, welche Stoffe darin wirksam sind und wie man sie sinnvoll auszieht (Chemie).
  • Du lernst, wie sich diese Wirkung im Körper anfühlt (Energetik).
  • Und du kannst dieses Wissen auf dich, deine Konstitution und deinen Alltag übertragen.

Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern Selbstwirksamkeit. Ich will nicht noch mehr Rezeptzombies* produzieren, sondern Menschen, die wissen was sie tun und dieses Wissen auch anwenden.

*Ein Rezeptzombie ist für mich ein Mensch der/die im Internet die ganze Zeit nach neuen Rezepten suchen muss, weil er oder sie nicht verstanden hat, wie Kräuter wirklich funktionieren.

Der Kern der Methode: Lernen mit Händen, Sinnen und Körper

Kräuterwissen ist kein reines Kopf-Wissen. Ich hab’s für euch ausprobieret, es funktioniert nicht.
Deshalb ist die Kräuterkompass-Methode konsequent praxisorientiert.

Theorie wird immer verbunden mit:

  • dem Üben von Zubereitungsarten, wie Tee oder Tinkturen
  • Riechen, Schmecken, Spüren und deren Verbindung zur Pflanzenchemie
  • Beobachtung von Körperreaktionen

Dein Körper ist dabei kein Störfaktor, sondern dein wichtigstes Lerninstrument.

Denn:

Wenn du lernst, wahrzunehmen, wie etwas wirkt,
musst du dir weniger merken und verstehst mehr.

Energetik statt Inhaltsstoff-Listen

Ein zentraler Bestandteil der Kräuterkompass-Methode ist die energetische Betrachtung von Pflanzen und Lebensmitteln und dem Körper.

Statt:

  • lange Listen mit Wirkungen und Inhaltsstoffen auswendig zu lernen

lernst du die Bedeutung hinter Begriffspaaren, wie:

  • warm / kühl
  • trocknend / befeuchtend
  • entspannend / aktivierend

Diese energetischen Qualitäten werden direkt mit deinem Körpergefühl verknüpft und stammen aus Konzepten wie:

  • westlicher Pflanzenenergetik
  • ayurvedischen Doshas
  • Gewebezuständen

So wird verständlich, warum eine Pflanze gerade jetzt passt oder eben nicht. Ich verknüpfe diese wenig greifbaren Konzepte zusätzlich mit der Pflanzenchemie und dem Geschmack.

Lernen als Prozess

Die Kräuterkompass-Methode ist interaktiv und dynamisch.

Das heißt:

  • Fragen sind ausdrücklich erwünscht
  • Erfahrungen der Teilnehmenden fließen ein
  • Inhalte werden angepasst, nicht stur „durchgezogen“

Der Unterricht reagiert auf:

  • Vorwissen
  • Unsicherheiten
  • Körperreaktionen
  • individuelle Themen

Kräuterarbeit ist kein „One-fits-all-Modell“.
Und genau so wird hier auch gelernt.

Geschichten als Lernanker

Storytelling hat in der Kräuterkompass-Methode einen klaren Zweck:
Verständnis vertiefen.

Kurze Geschichten zeigen:

  • wie Pflanzen traditionell genutzt wurden
  • welche Erfahrungen Menschen heute machen
  • wo Anwendungen sinnvoll sind und wo nicht

Keine Romantisierung, keine „jahrtausendealten Weisheiten“.
Sondern konkrete Beispiele, die im Gedächtnis bleiben.

Reflexion: Was passt wirklich zu mir?

Ein oft unterschätzter Teil des Lernens ist die Integration.
Deshalb gehört Reflexion fest zur Methode.

In jeder Einheit gibt es Raum für Fragen wie:

  • Was habe ich heute über mich gelernt?
  • Was fühlt sich stimmig an, was nicht?
  • Wie kann ich das in meinen Alltag einbauen?

So entsteht ein persönlicher und individueller Zugang zur Kräuterarbeit.

person holding compass
Photo by Valentin Antonucci on Pexels.com

Der Kompass: Die Struktur der Methode

Die Kräuterkompass-Methode ist orientiert an vier Kompassrichtungen:

🧭 Norden – Botanik

Pflanzen erkennen, sammeln und einordnen

  • sichere Bestimmung
  • Standort, Erntezeit, Wirkstoffbildung, Aufbewahrung
  • wichtige Merkmale beim Einkauf
  • Gegenanzeigen

Natürlich sind die Kräuter unser Nordstern!

🧭 Osten – Chemie

Wirkstoffe verstehen & sinnvoll ausziehen

  • Tee, Abkochung, Tinktur, Öl
  • Löslichkeiten
  • Dosierung & Praxisexperimente

🧭 Süden – Energetik

Wirkung im Körper spüren und den Körper verstehen lernen

  • Sinneserfahrung
  • Dosha-Bezug
  • Gewebezustände
  • Körperfeedback

🧭 Westen – Integration

Rezepte eigenständig anwenden & entwickeln

  • eigene Mischungen kreieren
  • Anpassung von Rezepten auf individuelle Bedürfnisse
  • Reflexion & Austausch
  • Vertrauen in die eigene Wahrnehmung

Der Kompass sorgt dafür, dass du dich sicher bewegst, auch wenn du noch am Anfang stehst.

Für wen ist die Kräuterkompass-Methode gedacht?

Für Menschen, die:

  • nicht einfach nur „Hausmittel“ sammeln wollen
  • skeptisch gegenüber Kräutern sind
  • ihren Körper ernst nehmen und verstehen wollen
  • selbst denken und fühlen möchten
  • Kräuter in ihren Alltag integrieren wollen

Kurz gesagt:
Für Menschen, die Kräuter und sich selbst verstehen wollen.

Bist du dabei?

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