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Jahresrückblick 2025: Ein Jahr voller Wunder

Dieses Jahr sind so viele Wunder passiert, dass ich nicht mehr an Zufälle glaube. Im Jahresrückblick 2025 erfährst du, wie die Musik wieder in mein Leben kam, mir meine erste eigene Ausstellung und das dafür nötige Wissen zugelaufen ist und alte Freundschaften zu neuen Freundschaften wurden.

Dieses Jahr hat sich so ganz anders angefühlt, wie die letzten Jahre: Ruhig und entspannt. Ich wusste zwar nicht, was auf mich zukam aber das ist nicht schlimm. Ich habe mich durch dieses Jahr treiben lassen, anstatt verzweifelt irgendwas zu erzwingen. Und so kamen wundervolle Dinge auf mich zu. Ich habe jetzt verstanden, was es für mich als Human Design-Projektorin bedeutet, auf Einladungen zu warten und welche Magie es hat, die richtigen Einladungen anzunehmen und die nicht passenden zu verneinen. Mir sind in diesem Jahr Dinge passiert, die hätte ich niemals geglaubt, wenn mir das letztes Jahr jemand gespoilert hätte und alle meine Zauber und Wünsche gingen samt und sonders in Erfüllung!

Durch diese Erfahrungen bin ich nochmal deutlich gewachsen. Ich stehe mit beiden Beinen fest im Hier und Jetzt. Die Vergangenheit habe ich losgelassen, die Zukunft formt sich erst. Ich genieße diesen Zustand dazwischen. Pure Freiheit!

Dieser Jahresrückblick ist wieder im Rahmen der Jahresrückblog Challenge von Judith Peters entstanden.

Rückblick auf meine Ziele für 2025 aus dem Jahresrückblick 2024

  • ein bezahltes Praktikum oder Projekt in einem coolen Museum. Vielleicht im Fränkische Schweiz Museum Tüchersfeld oder im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim? ➡️ Ich habe mich um einen Praktikumsplatz in Bad Windsheim beworben aber erst für 2027 auch einen bekommen. Dafür ist mir das Bauernmuseum Frensdorf über den Weg gelaufen. Dort gebe ich jetzt als Kulturvermittlerin bezahlte Kräuterkurse und schnuppere in den Museumsalltag hinein. Win-Win!
  • bei spannenden Grabungen mitmachen (an der Uni oder in einer Grabungsfirma) ➡️ Oh ja! Das mit der Grabungsfirma ist nix geworden, dafür war ich bei zwei Grabungen der Uni dabei.
  • ich will so viele Exkursionen wie möglich mitmachen➡️Es sind 6 Stück geworden! Bilder findest du weiter unten.
  • öfter mit Freunden am Lagerfeuer sitzen (mindestens 1x im Monat)➡️ OMG! Einmal monatlich hat nicht geklappt, aber wenn wir am Lagerfeuer gesessen haben, dann war es jedesmal super intensiv!
  • eine neue Krippe bauen. Diesmal will ich eine Darstellung finden, die möglichst historisch korrekt ist, also Menschen mit dunkler Hautfarbe in einer warmen, trockenen Umgebung.➡️ Ich habe tatsächlich angefangen, eine realistische Krippe zu bauen (die Geburt!), bin aber nicht fertig geworden, weil mir dann die Krippenausstellung angetragen wurde. Mehr dazu weiter unten.
  • ich will nach 5 Jahren Pause wieder eine Musikgruppe finden➡️Mehr zum Rockchor-Konzert und wie mir der Chor über den Weg gelaufen ist, liest du im nächsten Abschnitt.

Meine Themen und Highlights in 2025

Die Musik ist zurück!

Ein großer Wunsch im Jahresrückblick 2024 von mir war, wieder Musik zu machen. Ich habe das Musikmachen in den letzten Jahren sehr vermisst, mich aber nach dem Band-Desaster von 2020 nicht getraut, wieder anzufangen. (Ich bin damals als unpassend aus einer Band geflogen, weil ich zu wenig Alkohol getrunken habe und zu leise war.🤯) Denn ich habe gelernt, dass es egal ist, wie gut ich als Musikerin bin, wenn ich keinen Alkohol trinke, bin ich raus.

Ich war also auf der Suche nach einer Band oder Combo oder irgendwas, das keine Blasmusik macht und keinen Wert auf Alkoholkonsum legt. Leute! In Franken ist das gaaar nicht so einfach.

Dann bekam ich im August eine WhatsApp von einer ehemaligen Musik-Kollegin aus der Blasmusik. Ein Rockchor in der Gegend sucht Verstärkung und ich kann doch singen. Ich soll mich dort vorstellen. Das habe ich auch getan und erfahren, dass dieses Projekt nur für ein Konzert probt und die Mitarbeit unverbindlich ist. Perfekt für meinen musikalischen Wiedereinstieg. Denn ich wusste da noch nicht, ob ich nach 5 Jahren Singpause überhaupt noch einen Ton herausbringen würde. Zögerlich ging ich zur ersten Probe und stellte fest, dass der Chor schon mehrere Monate lang probte. Ob ich hier hinpasse?

Meine Zweifel wurden schnell zerstreut. Schon in der ersten Probe stellten wir gemeinsam fest, dass ich das Singen nicht verlernt habe und 10 Jahre Gesangsunterricht dauerhaft die Stimme festigen. Ich konnte mit meinem Gesang den anderen Frauen Sicherheit geben und den Gesamtklang stabilisieren. Das sage übrigens nicht ich, sondern die anderen Frauen und in den Gesamtproben waren es vor allem die Männer, die sich bei mir bedankt haben, dass ich hier mitmache. Sie haben sich so gefreut, dass ich dabei bin. So etwas habe ich vorher noch nie erlebt! Bisher kannte ich es, dass man mich aufgrund meiner musikalischen Fähigkeiten maximal toleriert hat. Aber dass ich mich irgendwo willkommen gefühlt hätte, das war absolut neu für mich.

Es existiert nur ein einziges Foto von diesem Konzert

Das Konzert am 15. November 2025 im Forum der Barmherzigen Brüder in Gremsdorf war nochmal anders wild! Ja, es ist ein Rock-Konzert, das wusste ich. Ich wusste auch, dass für dieses Konzert extra eine Rockband gegründet wurde, um den Chor zu begleiten. Mir war klar, dass wir hier mit Bühnentechnik, Beleuchtung und einem professionellen Mischer am richtig großen Rad drehen.

Aber mit dem Publikum habe ich nicht gerechnet. Alle klatschten, sangen mit und feierten, als ob wir eine richtige Band wären und das Konzert ein Festival! Es wurde getanzt und gefeiert. Das habe ich noch nie so erlebt. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und ich habe gemerkt, wie sehr ich für die Bühne geschaffen bin. Ich liebe es, Menschen mit dem, was ich gern tue, glücklich zu machen. Und ich möchte mehr davon in meinem Leben! ✨

Unsere großartige Setlist!
Gruppenfoto nach dem Konzert: alle fertig, aber glücklich!

Ein Ausstellungs-Wunder

Wusstest du, dass das Leben dich auf Herausforderungen vorbereitet? Ich bisher auch nicht, aber wenn mir dieses Jahr etwas gelehrt hat, dann das. Ich wusste nicht, was passieren würde, als ich mich im Sommersemester 2025 in eine Übung einschrieb, in der es ums Ausstellungsmachen ging. Unsere Dozentin war vom Bezirk Unterfranken, bei dem sie für kleinere Museen Wanderausstellungen konzipierte. Wir schnupperten Museumsluft und durften eine Agenturchefin interviewen, deren Firma die Ausstellungen baute. Ich lernte, wie wichtig Lesbarkeit und Schriftgrößen für das Ausstellungserlebnis sind, aber mir war nicht klar, dass ich dieses Wissen schon einen Monat später dringend brauchen würde.

Denn der EuroEthno-Lehrstuhl organisiert jedes Jahr eine Krippenausstellung. Und eigentlich hätte ich nur eine Krippe dazusteuern sollen. Doch dann kam alles anders.

„Hast du noch mehr Krippen, die du ausstellen könntest?“ Mit dieser Frage fing alles an, als ich mit unserer Lehrstuhlsekretärin getestet habe, welche von den beiden Krippen, die ich dabei hatte, denn in die Vitrine passen würde. Ich so: „Was?!?“ Die bisherige Organisatorin der Ausstellung ging in Rente und ich erfuhr, dass es dieses Jahr keine Krippen zum Ausstellen geben würde – es sei denn, ich stelle aus. „Was?!? Ich soll meine Krippen ausstellen? In der Uni? Neee.“

Naja, ich hab mich breit schlagen lassen, hab die Notizen aus dem Ausstellungs-Seminar herausgekramt und angefangen. Welche Krippen will ich ausstellen und welche davon passen in die Vitrine? Welche Geschichten und Herausforderungen stecken dahinter und wann verdammt habe ich die überhaupt gebaut?

Es ist gar nicht so leicht, gleichzeitig Kuratorin und Ausstellungsstück zu sein, aber mit der freundlichen Hilfe unserer allerbesten Sekretärin, die Impulse gab und meine Texte Korrektur las, habe ich es dann doch geschafft. Auf drei Plakaten wird erklärt, wie ich zum Krippenbau gekommen bin, ob man dafür religiös sein muss (nein) und wie es ein Dachziegel aus Slowenien in eine meiner Krippen geschafft hat. Außerdem erfährt man den Weg von der Idee zur Krippe und sieht jede Menge work in progress-Fotos, die noch nie ein Mensch gesehen hat. Fertige Krippen sind natürlich auch zu sehen.

Ich durfte sogar ein Interview für das bambolino-Familienmagazin zur Krippenausstellung führen!

Hier kannst du den Interviewartikel online lesen

Wenn du Lust hast, die Ausstellung ist noch bis zum 02. Februar 2026 zu sehen. Adresse: An der Universität 5 in Bamberg, 3. Stock.

Ein Plakat der Ausstellung erklärt, wie ich zum Krippenbau gekommen bin.
Hier siehst du zwei Krippen in Originalgröße, die wir nicht in der Vitrine untergebracht haben und deshalb als Foto ausstellen.
Da die EuroEthno sich auch für Handwerkstechniken interessiert, gibt es eine behind the scenes-Vitrine
In der großen Vitrine stehen die Krippen, die ich als Originale ausstelle.
Unser one-woman Social Media Team hat mit mir zwei wunderschöne Reels über die Ausstellung gedreht 🥰

Von einer, die Auszog um das Lieben zu lernen

Diese Geschichte führt dich in mein Innerstes, meine magische Praxis und meine Sicht auf die Welt. Wenn dir das zu krass ist, scrolle gern weiter.

In diesem Sommer durfte ich zum ersten Mal erleben, wie es sich anfühlt, geliebt zu werden. Nicht, weil mich noch nie jemand geliebt hat. Das war auf jeden Fall schon so. Aber ich konnte es nicht wahrnehmen. Ich konnte das „geliebt werden“ nicht fühlen und ich hatte keine Ahnung davon!

Dann habe ich mich mit einem Freund gestritten. Ich habe gedacht, dass er mich anlügt, dabei war es letztendlich eine andere Person, die nicht ehrlich war. Dieser Freund hätte zu dieser Zeit auch echt genug eigene Sorgen gehabt, da hätte es nicht auch noch mich dafür gebraucht. Ich hab ihm fiese Ungerechtigkeiten an den Kopf geworfen, aber er ist absolut cool geblieben, obwohl ich wie ein hyperaktiver Feuermelder durch die Welt gelaufen bin und überall nur Betrug gesehen habe. Er war genauso verständnisvoll wie er nur sein konnte und hat meine Ausbrüche unglaublich liebevoll begleitet. Das hat in mir etwas gedreht.

Denn bisher kannte ich es nur so, dass Menschen mich verurteilt haben, wenn ich sie kritisiert habe. Das hat dazu geführt, dass ich mich eher selbst zurückgezogen habe, als irgendwelche Ungerechtigkeiten anzusprechen. Diesmal hatte ich also den Mut, etwas schwelendes auszusprechen und ich hab mich schon auf den Gegenschlag gefasst gemacht… aber er kam nicht. Im Gegenteil. Mir strömte so viel Liebe und Verständnis entgegen, wie ich es noch nie erlebt habe. Ich habe die Welt nicht mehr verstanden. Ich habe mich nicht mehr verstanden.

In einem solchen Moment gehe ich dann ins Ahnenhotel. Das ist eine Trancetechnik, mit der ich mit meinen liebevollen Ahnen in Kontakt kommen kann. Ich habe sie von Ilka Sventja Küster gelernt. Im Ahnenhotel bin ich dann mit einem inneren Seelenanteil in Kontakt gekommen, als ich gefragt habe, wer oder was denn der Grund für meinen verwirrten Zustand sei.

Ich habe ein Mädchen von 6 oder 7 Jahren gesehen. Sie war ich. Ich zündete uns ein lila Feuer an und ließ sie erzählen. Da sprudelten die Sätze nur so aus ihr heraus! Dass sie sich der Liebe nicht würdig fühlt, dass sie ein schlechter Mensch sei, und so weiter. Das meiste weiß ich nicht mehr, dann wir haben jeden Glaubenssatz zum lila Feuer getragen und dort verbrannt. Dann stürzte sie sich selbst hinein. Ich erschrak und fragte, warum sie das gemacht hat. Sie antwortete mir, dass ich sie jetzt nicht mehr brauche. Diese Trance dauerte über 1,5 Stunden. Ich hab noch nie so lange gesessen.

Aber danach war ich nicht mehr die Selbe. Es war, als wären meine Gefühle bisher in schwarz-weiß gewesen und jetzt sind sie in Farbe! Ich fühle so viel intensiver als vorher. Ich kann Liebe, die mir entgegengebracht wird, erkennen und annehmen. Ich kann Wertschätzung fühlen. Auf einmal habe ich ein Vertrauen ins Leben, das noch nie so da war. Mein innerer Kontrolletti ist nur noch sehr schwach ausgeprägt. Unbekannte Situationen machen mir keine Angst mehr, denn ich weiß dass das Leben es gut mit mir meint. Ich weiß, was Liebe ist. Ich bin der Liebe auch dann würdig, wenn ich nichts zu geben habe. Liebe ist kein Deal. Liebe ist (oder nicht).


Mein Weg zeigt sich

Ich habe zur Wintersonnenwende 2024 in einem Zauber darum gebeten, dass sich mein Weg zeigen möge und ich klar erkenne, wenn er sich zeigt. Nun ja, genauso ist mein Jahr verlaufen. Ich bin ja ins Studium gestartet mit der Vorstellung, dass aus mir wahrscheinlich eine Prähistorikerin wird. Die Ur- und Frühgeschichte ist immer noch eines meiner Lieblingsthemen, aber mein Weg ist es wohl nicht.

Dafür hat sich in der Europäischen Ethnologie dieses Jahr zu viel getan. Schon im Januar war ein Foto von mir groß an der Wand der Fachgeschichte-Vorlesung zu sehen. Meine Professorin hatte meinen Uni-Podcast gehört und ihn als Prüfungsvorbereitung dem Auditorium empfohlen.

Dann durfte ich im Rahmen des Seminars zum Ausstellungen machen eine Social Media-Strategie entwickeln, die so gut war, dass sie wirklich für die Ausstellungs-Promo genutzt wird.

Die Krippenausstellung darf ich natürlich nicht vergessen und im Dezember war ich dann damit wieder als Empfehlung in der Präsentation einer Dozentin zu sehen.

Ich stolpere ja manchmal blind durch die Gegend, aber der Zauber haut mir die EuroEthno so heftig um die Ohren, dass ich gar nicht übersehen kann, dass dieses Fach und die Menschen mich weiterbringen wird.


Ich habe eine Lehrmethode entwickelt: Vorhang auf für die Kräuterkompass-Methode!

Meine Kurse und die Art und Weise, wie ich lehre, hat dieses Jahr ein Upgrade bekommen: Ich nutze die Energetik jetzt gezielt, um Kräuter zu erklären. Bisher habe ich es nur als Tool für mein eigenes Verständnis genutzt, jetzt ist es Teil meiner Lehre geworden. Im Laufe des Jahres ist daraus die Kräuterkompass-Methode entstanden. Sie verbindet Botanik, Chemie und Energetik zu einer logischen Methode, mit der Anfänger*innen schnelle Erfolge erzielen und Fortgeschrittene ihr Kräuterwissen gezielt vertiefen können.

Denn ohne Botanik und Pflanzenfamilien hat man keine Chance, Kräuter selbst zu ziehen, zu ernten und ihre Wirkstoffe einzuschätzen. Ohne Chemie kann man keine wirkstoffreichen Kräuterzubereitungen herstellen, ohne Energetik fehlt der Schlüssel zu einer sicheren und selbstbewussten Anwendung. Zum Schluss kombiniert man alle drei Komponenten zur eigenen Erfahrung. Denn nur Praxis und Erfahrung hilft, die Pflanzen und den Mensch wirklich zu verstehen.

Wenn du mehr darüber lesen möchtest, dann schau mal hier: Was ist die Kräuterkompass-Methode?


Die Botschaft der Finsternisse 2025: Geld und Liebe statt Angst

Inzwischen kann ich mich kaum noch daran erinnern (das passiert, wenn ein Thema dein Leben verlässt), aber zu Beginn des Jahres hat mit die Finsternis-Saison im März (und dann nochmal im September) ordentlich durchgerüttelt.

Im März kamen zwei Briefe vom Finanzamt. Beide mit unberechtigten Vorwürfen. Ich solle meine Steuererklärung abgeben. Doch die liegt schon seit Monaten bei meiner Steuerberaterin. Die hat sich dann auch endlich gekümmert und das mit den Finanzbeamten geklärt. Alles in Butter und Fristverlängerung bis Juni.

Aber anscheinend darf ich das Thema Geld und Finanzamt nochmal durchkauen. Schon alleine, um zu merken, dass Briefe vom Finanzamt nicht mehr instant Panik bei mir auslösen. Naja, Zwangsgeldbescheide aber schon. Denn zwei Wochen (pünktlich zur Mondfinsternis) später kommt wieder ein Brief. Diesmal ein Zwangsgeldbescheid über 400€ denn angeblich hätte ich nicht mal Gründe für die verzögerte Abgabe angegeben. Frechheit!

In diesem Moment habe ich sehr viel Wut, Angst und Enttäuschung gespürt. Ich habe mich betrogen gefühlt und zu unrecht beschuldigt.

Ich konnte die Gefühle wahrnehmen und da sein lassen. Ich habe gefühlt, vor was sie mich beschützen wollen und welche innere Anteile präsent sind. Das verlassene Kind, der wütende Krieger, aber auch eine Stimme der Führung und Vernunft. Mit dieser Stimme (und einem Zusatz der Dringlichkeit) habe ich dann wieder meiner Steuerberaterin geschrieben und um Klärung mit dem Finanzamt gebeten. Schließlich liegt hier offensichtlich ein Fehler vor.

Pünktlich zur Sonnenfinsternis dann eine generische E-Mail von meiner Steuerberaterin: Ich solle doch endlich alle Unterlagen einreichen damit sie die Steuererklärung anfangen kann, schließlich ist die Frist bald fällig. Hä? Was? Das hab ich doch vor MONATEN!!! schon gemacht.

Eine Woche später dann die Aufklärung: ein Missverständnis durch Technikprobleme. Die Steuererklärung wurde eingereicht.

Im September war wieder Finsternis-Saison. Hier zeigte sich das wahre Thema hinter dem Geld: Vertrauen. Denn ich fühlte mich schlecht, wenn ich Geld annahm und ich knüpfte meinen Lebenswert daran. Ich hatte den Glaubenssatz, nur dann liebenswert zu sein, wenn ich finanziell mithalten kann.

Inzwischen weiß ich, dass Menschen auch dann für mich da sind, wenn ich nicht finanziell leisten kann. Dafür kann ich mit Wissen oder Zeit dienen. Du glaubst nicht, wie oft ich dieses Jahr als Dankeschön für meinen Rat im Café eingeladen worden bin. Je mehr ich also Liebe und Vertraue und bedingungslos gebe, desto mehr Geld fließt zu mir. Manchmal fließt der Ausgleich auch ohne Geld und auch das ist wertvoll. Geld kommt dann, wenn ich mich dafür öffne und jegliche Erwartungen und Zwang loslasse.


Borreliose

Ich hab mich jetzt doch noch dazu entschieden, einen kleinen Absatz meinem neuen Mitbewohner zu widmen: der Borreliose. Im Sommer hat Luna (meine Katze) einen dicken Holzbock an mir abgestreift, der mich mit Borreliose infiziert hat. Schnell war klar, dass das Antibiotikum nicht anschlägt. Ich hatte Symptome v.a. als Erschöpfung, Schwitzen/Fieber und Gelenkschmerzen. Ich wusste, dass die Borreliose nicht besser werden kann, wenn ich nicht konsequent langsamer lebe. Denn jede Anstrengung zu viel hat anfangs mehr Schmerzen bedeutet.

Ich probierte das Buhner-Protokoll aus und das half mir recht gut. Es ist eine Kombination verschiedener Heilpflanzen. Bitte recherchiere hier ggf. selbst, denn du musst die Kräuter auf deine Symptome und möglich Co-Infektionen abstimmen. Pauschale Aussagen sind Red Flags🚩. Nicht alles hilft bei allen gleich (das sollte dir eigentlich schon zu den Ohren rausquellen😅). Doch was am besten hilft ist das langsamere leben. Ich habe die ECTS im neuen Wintersemester verringert und strebe jetzt nur 25 ECTS an. Das funktioniert ganz gut.

Ob die Borrelien wieder gehen? Ich weiß es nicht. Ich versuche, sie mit Kräutern so gut es geht im Schach zu halten, damit mein Immunsystem eine Chance hat. Vielleicht ist das auch der ultimative Härtetest für mein Kräuterwissen.


Pflanzen des Jahres: Rose und Weißdorn

Rose und Weißdorn sind Herzpflanzen. Rose fürs emotionale Herz, Weißdorn fürs stoffliche. Und mit Herzschmerz hatte ich dieses Jahr viel zu tun. Ich hatte Angst um einen Freund, der plötzlich sehr krank wurde. Dieses Ereignis spülte die Trauer um meinen Freund Hans, der letztes Jahr gestorben ist, für eine gewisse Zeit wieder in mein Leben. So kreierte ich meinen Herzliebe-Tee. Er half mir in den Momenten, wo die Trauer und die Angst mich überschwemmten und zeigte mir, wie schön das Leben ist. Deshalb sind Rose und Weißdorn meine beiden Pflanzen des Jahres, weil sie mir in vielen dunklen Stunden Licht gebracht haben und mich dabei unterstützt haben, meine Gefühle rauszulassen und durchzufühlen. Weißdornbeeren-Apfel-Marmelade ist lecker und unterstützt die Herztätigkeit. Nachdem es dieses Jahr so viele Weißdornbeeren gab, habe ich reichlich Marmelade gekocht und verteilt.

Herzliebe-Tee

Weitere schöne und besondere Momente in 2025

Februar: Der Hirschaider Bürgermeister hat beim Faschingszug um ein Foto mit mir gebeten. Wild!
März: Ich war zum Vortrag beim Frauenbund Schlüsselau eingeladen
August: Schlosshof-Festival in Höchstadt
August: Freilandtheater Bad Windsheim mit einer Freundin
September: Urlaub in der Rhön (wir waren in einem Fantasy-Keltendorf a la Asterix)
September: Zwiebelkuchen zur Kerwa ist meine Lieblings-Tradition.
Oktober: Ich war mit einer Freundin bei der Langen Nacht der Wissenschaften in Erlangen. Hier sind wir in der Antikensammlung der Archäologie an der Uni Erlangen.

Uni: Exkursionen, Exkursionen, Exkursionen! (und mehr)

Dieses Uni-Jahr war unglaublich reich an Erfahrungen und Exkursionen. Deshalb bekommt es hier eine eigene Jahreszusammenfassung:

Januar: Exkursion ins Staatsarchiv mit dem AMANZ-Tutorium
Januar: Archäologische Staatssammlung München
Januar: mein Uni-Podcast wird auf den Social Media-Profilen der Uni promotet
Februar: Die epische Fahrt nach Leiden, NL
Im Museum der Altertümer in Leiden habe ich diesen Schnitt aus der Römerzeit gesehen. Was für ein Kunstwerk auf nur 2×3 cm!
April: meine erste Grabungswoche an der Uni
Mai: Exkursion zur Ausstellung „was zieh ich an“ auf Schloss Aschach (Unterfranken)
Juni: Kulturgutsicherung-Praxistage im Freilandmuseum Bad Windsheim
Juli: Exkursion in die Keltenwelt am Glauberg
November: EuroEthno-Exkursion nach München
Dezember: Zusammen mit Maja durfte ich den Bamberger Musiker David Daam musikethnologisch interviewen.

Mein 2025-Fazit

Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt/gemacht.

  • Ich habe seit Langem wieder Musik gemacht und auf der Bühne gestanden
  • Ich habe meine erste Ausstellung gestaltet
  • Ich war zum ersten Mal auf einer archäologischen Ausgrabung
  • Ich habe meine erste Uni-Hausarbeit geschrieben
  • Ich habe einen neuen Podcast gestartet: Durch alle Zeiten mit meiner Freundin Yvonne, in dem wir zwei Spätstudis über alles rund ums Studium bequatschen
  • Ich habe ein erstes Jobangebot bekommen (ich habe abgelehnt, da ich jetzt erstmal studieren will)
  • Ich wurde zum ersten Mal im Leben gekündigt
  • Ich habe zwei neue Blog-Kategorien gestartet: Heilkräuter Basics und Energetik
  • Mir ist zum ersten Mal eine Volkshochschule zugelaufen und ich wurde gebeten, Kurse anzubieten.

Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?

Human Design und das Gesetz der Anziehung sind real. Ich habe nur nicht verstanden, wie es geht. Heute weiß ich, dass es einen Unterschied macht, diese Konzepte mit dem Verstand zu verstehen oder mit dem Körper im Leben zu fühlen. Ich habe mich bisher verstandesmäßig an solche Konzepte geklammert, um mich besser zu fühlen. Solange ich verzweifelt war und mein altes Leben nicht losgelassen habe, zog ich immer nur Unglück an und geliebte Dinge wurden von mir fortgerissen. Ich habe dem Leben nicht vertraut und habe HD und das Gesetz der Anziehung genutzt, um das Leben zu manipulieren.

Seit ich mich dem Strom des Lebens hingegeben habe, passieren wunderbare Dinge in meinem Leben. Es ist, als habe ich plötzlich die Hände frei. Reihenweise tolle Angebote konnte ich jetzt sehen und annehmen. Aber ich habe keinen Druck, alles annehmen zu müssten. Stattdessen habe ich nicht passende Angebote abgelehnt und mir die Freiheit genommen, all das umzusetzen, was sich stimmig anfühlt.

Der Sommer mit der großen geistigen Triade brachte nochmal einen großen Schub nach vorne. Ich versöhnte einen lange schwelenden Konflikt mit Freunden und begriff, dass ich der Liebe würdig war, auch wenn ich nichts zu geben habe. Seitdem kann ich sehen, wo überall Liebe in meinem Leben ist und wie sehr die richtigen Menschen mich mögen und unterstützen.

So viele Freundschaften wurden dieses Jahr reaktiviert, die in den letzten Jahren etwas eingeschlafen waren. Mir sind eine Volkshochschule und ein Museum zugelaufen, die meine Kurse gern buchen und vermarkten. Ich kann also wirklich darauf vertrauen, dass ich von den richtigen Menschen gesehen und gebucht werde. Ich muss nicht (mehr) um Aufmerksamkeit kämpfen. Stattdessen gebe ich mich dem Leben hin.


Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?

  • für die Unterstützung durch meinen Mann ohne den ich dieses Jahr finanziell nicht überstanden hätte
  • für meine neuen und alten Freunde, die bedingungslos hinter mir stehen
  • für das Vertrauen des Euro-Ethno-Lehrstuhls der mich im Bachelor schon eine Ausstellung hat gestalten lassen
  • für die viele Exkursionen, die es mir ermöglichen neue Dinge zu sehen
  • dafür, dass ich mich jetzt (ENDLICH!) in einem Umfeld befinde, das mich sieht und meine Talente anerkennt
  • dafür, dass mir mit Adelsdorf eine neue Volkshochschule zugelaufen ist, die mich schätzt und unterstützt

Was waren meine größten Herausforderungen in 2025?

  • Als Studentin bin ich aktuell abhängig von der Unterstützung durch meinen Mann. Das ist eine Situation, in der ich nie sein wollte. Doch ich habe gelernt, damit klarzukommen und Hilfe anzunehmen, wenn sie mir angeboten wird.
  • Ich wurde von einem Nebenjob gekündigt, der mich in diesem Jahr versorgen sollte. Stattdessen hat man mich nach 2 Monaten nicht mehr gebraucht.
  • Auch die VHS-Kurse v.a. von Bamberg sind dieses Jahr nicht so gut gelaufen. Von 16 geplanten Kursen sind 8 nicht zustande gekommen. Glücklicherweise habe ich mit Adelsdorf und dem Bauernmuseum Frensdorf jetzt zusätzliche Einnahmequellen.

Meine 3 liebsten Blogartikel aus 2025


Mein 2025 in Zahlen

Spotify-Statistik für den neuen Uni-Podcast
Spotify-Statistik 2025: Mein Podcast ist ordentlich gewachsen, obwohl ich nur 5 Folgen hochgeladen habe.
YouTube-Statistik 2025: Dafür, dass ich nur 10 Videos (letztes Jahr: 19) hochgeladen habe, hatte ich doch ordentlich Zuschauende.

Mein Ausblick auf 2026

So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten

Du bist eine Institution, Volkshochschule oder ein Museum und suchst eine kompetente Kulturvermittlerin, die statt Volkstümeleien modernes Kräuterwissen am Puls der Zeit vermittelt? Vielleicht möchtest du im nächsten Winter eine Sonderausstellung zum Krippenbau veranstalten? Oder du suchst historische Beratung für Reenactment, LARP oder Paganismus/Hexentum? Dann bist du bei mir richtig! Schicke deine Kooperationsanfrage an steffi@kraeuterundseele.de.

Du bist kräuterinteressiert und möchtest an den Kursen teilnehmen? Dann komm am besten auf meinen Newsletter und erfahre als erste, wenn die neuen Termine online gehen!

Das möchte ich 2026 erleben

  • Exkursion in die Bretagne mit der Uni
  • Camping-Battleground Festival mit Freunden
  • Die Kaptorga-Con wäre famos!
  • Viele tolle Präsenz-Kurse in meinen Volkshochschulen und Museen
  • Ich fühle mich mit den richtigen Menschen tief verbunden, wohl und geliebt
  • Es kommt wieder genug Geld rein, damit ich mich selbst halten kann
  • Ich habe viel Spaß mit meinen Freunden und wir verbringen viel Zeit miteinander

Meine Ziele für 2026

Ich weiß jetzt, dass ALLES, was ich hier reinschreibe, in Erfüllung gehen wird. 2026 wird krass!

  • Ich möchte eine Sportart finden, die mir Spaß macht (intrinsische Motivation) und die Kraft aufbaut
  • Ich möchte, dass sich 2026 mein(e) Karriereweg(e) zeigt. Vielleicht klopfen schon erste Arbeitgebende/Auftraggebende oder Kooperationspartner an. Möchtest du mit mir zusammenarbeiten? Dann schreib mir an steffi@kraeuterundseele.de! Ich freu mich auf unsere Zusammenarbeit.
  • Ich möchte ein Kräuterlehrbuch verfassen und veröffentlichen
  • Ich wünsche mir eine Band/Projekt/Combo, mit der ich wieder Musik machen und auftreten kann.
  • Ich schaffe mindestens 4 Module von Rosemary Gladstar’s Art and Science of Herbalism
  • Ich baue die angefangte Krippe fertig und stelle sie aus
  • Die Borreliose loswerden

Mein Motto für 2026 heißt: Volle Kraft voraus!

9 Gedanken zu „Jahresrückblick 2025: Ein Jahr voller Wunder“

  1. Liebe Stefanie,
    dein Jahresrückblick ist „viel zu schade“ für einen schnellen Kommentar nach dem Veröffentlichen. So viel spannende Themen, über die du schreibst. Da gibt es einiges, in das ich noch mal tiefer einsteigen möchte.
    Übrigens, ich bin auch Projektor im Human Design, aber eigentlich weiß ich gar nicht, was mir das sagen will. Ich habe „schnell“ mitgenommen: auf Einladungen zu warten und die richtigen annehmen. Da will ich mich noch mal richtig bei dir reinlesen.
    Dein Blog ist übrigens gerade auf meine „immer mal reinschauen“-Liste gelandet, die ich 2026 wieder viel öfter nutzen möchte.
    Interessant, was du über Bands und Alkohol schreibst. Ich dachte immer, das wäre nur ein Klischee, und die Wirklichkeit wäre eine andere. Also doch nicht …
    Ich danke dir für den interessanten Einblick in dein spannendes Jahr und werde wiederkommen!
    Liebe Grüße und alles Gute für 2026
    Astrid

    1. Hallo Astrid,
      da bringst du mich auf eine Idee für einen Blogartikel! Ich könnte mal über meine Erfahrungen mit Human Design schreiben. Vielleicht ist das ja hilfreich.
      Ich freue mich über die Ehre, auf deiner „immer mal reinschauen“-Liste gelandet zu sein. ❤️
      Bis bald und einen guten Rutsch!
      Steffi

  2. Das ist ja wirklich ein sehr internsives Jahr bei dir gewesen. Es sieht so aus, als würde sich für dich wirklich alles in die „richtige“ Richtung bewegen. Ich hoffe, dass es für dich in 2026 so weiter geht. Und dass du deinen Lebensunterhalt mit deinen Herzensprojekten bestreiten kannst. Ich habe mich auch gleich mal bei deinem Newsletter angemeldet.
    Liebe Grüße,
    Rita

  3. Liebe Steffi,

    vielen Dank für den Einblick in Dein Leben 2025 – wahnsinnig spannend und vielseitig, auch mit vielen emotionalen Momenten – das echte Leben eben! Freue mich schon auf Dein Kräuterbuch!
    Alles Gute und viel Erfolg für 2026 wünsche ich Dir!

    Herzliche Grüße
    Imke

  4. Liebe Stefanie,

    so toll, wie du offen du hier dein bewegtes Leben beschreibst. Ich war ganz gefesselt. Und schön, dass du auch so gerne mit Kräutern arbeitest, wie ich. Ich finde deine Kombination mit dem geschichtlichen Studium mega interessant. Das Thema mit den Kräutern bei Kelten und Germanen, hat mich schon längere Zeit beschäftigt, ich werde gleich mal reinlesen.

    Rose und Weißdorn fürs Herz hat mich begeistert. Vielleicht können wir uns dazu mal näher austauschen, denn ich plane für nächstes Jahr mit einem befreundeten Hochzeitspaar und deren Gästen eine Kräuterwanderung zum Thema Liebe zu machen. Als weiteres Kraut fällt mir noch der Rosmarin ein, der in Brautsträußen verwendet wurde, da er für Liebe Treue und Erinnerung steht. Fallen dir noch weitere Kräuter ein? Schreibe mir gerne unter: contact@wildkrautbraut.de. Würde mich freuen.

    Grüne Grüße und frohes neues Jahr

    WildKrautBraut Inga

    1. Hallo Inga,
      schön, dass du hierher gefunden hast! Ich freu mich, dass du mein Herzensthema Kelten und Germanen genauso interessant findest.
      Deine Idee mit der Hochzeits-Kräuterwanderung ist klasse! Frage gern einfach auch dein Brautpaar, welche Kräuter für sie von Interesse sind und welche Bedeutung sie den Kräutern zuschreiben. Denn Zuschreibungen, wie „Liebeskräuter“ können für verschiedene Menschen unterschiedlich sein. Vielleicht sind aphrodisierend wirkende Pflanzen, wie Cacao oder Damiana spannend.

  5. Liebe Steffi,

    es war mir eine Freude, deinen Rückblick zu lesen. So eine schöne, positive Stimmung schwingt da mit. Bis auf den unschönen Störer vom Finanzamt. 😉

    Und wie schön, dass du die Musik wieder in dein Leben gelassen hast.

    Wünsche dir ein ebenso wunderbare, leichtes 2026.

    Herzliche Grüße
    Heidrun

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