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Ich kümmere mich um alle, aber wer kümmert sich um mich?

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Wie du endlich deine eigenen Bedürfnisse ohne schlechtes Gewissen zur Priorität machst.

Geht es dir auch oft so, dass sich Menschen einfach auf dich verlassen? Sie erwarten einfach, dass du immer da bist und immer alles machst. Solange sie deine Kinder im Alter von 0-10 Jahren sind ist das ja okay. Aber ich rede hier nicht von deinen Kindern. Sondern von deinen Freundinnen, Vereins- und ArbeitskollegInnen und deinem Mann.

Die verlassen sich einfach auf dich und setzen voraus, dass du für sie mitdenkst.

Aber was ist mit dir? Mit deinen Bedürfnissen?

Eigentlich bist du total erschöpft. Die Arbeit, der Haushalt, du jonglierst alles. Aber du selbst bleibst auf der Strecke und dein Körper gibt dir das inzwischen zu spüren.

Du hast schon mal versucht, die anderen um Hilfe zu bitten, aber du wirst einfach ignoriert oder die Bitte wird abgelehnt. Ahhh! Was tun?

Die Kunst des „Nein“ Sagens

Es ist okay, „Nein“ zu sagen. Du musst nicht immer für alle da sein. Es ist nicht egoistisch, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Im Gegenteil: Nur wenn du gut für dich sorgst, kannst du auch wirklich für andere da sein. Fang klein an. Sag heute zu etwas Nein, das dir die Energie raubt. Ein „Nein“ muss nicht immer direkt und hart klingen. Es gibt viele Möglichkeiten, ein „Nein“ auszudrücken, die freundlich und respektvoll sind, aber dennoch klar kommunizieren, dass du nicht zustimmen kannst.

Ein Nein kann sich auch so anhören:

„Ich kann das leider nicht übernehmen.“

„Das passt momentan nicht in meinen Zeitplan.“

„Ich habe schon andere Verpflichtungen.“

„Das schaffe ich leider nicht.“

„Das ist mir gerade zu viel.“

„Ich möchte mich auf andere Dinge konzentrieren.“

„Ich bin mir nicht sicher, ob ich die richtige Person dafür bin.“

„Das liegt leider außerhalb meines Verantwortungsbereichs.“

„Ich bin gerade sehr ausgelastet.“

„Vielleicht ein anderes Mal.“

„Das kann ich leider nicht machen, aber ich kann jemanden empfehlen, der dir helfen kann.“

„Ich brauche etwas Zeit für mich selbst.“

„Danke, dass du an mich gedacht hast, aber ich kann das im Moment nicht übernehmen.“

Jede dieser Varianten drückt ein „Nein“ auf eine respektvolle und klare Weise aus, ohne unhöflich zu sein. Sie helfen dir, deine eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu wahren, während sie anderen zeigen, dass du ihre Anfrage respektierst. Probier’s aus und erzähl mir vom Ergebnis!

Du und dein schlechtes Gewissen

„Aber wenn ich nein sage, dann hab ich immer so ein schlechtes Gewissen!“

Oh ja, den Satz kenn ich von meinen Coaching-Klientinnen sehr gut.

Der wunderbare NLP-Trainer Mark Plätzer ist dem schlechten Gewissen mal auf den Grund gegangen und hat festgestellt, dass ein schlechtes Gewissen gegenüber anderen Menschen immer eine Beziehungsdynamik offenbart, die nicht auf Liebe, sondern einem Deal beruht.

Das heißt, dass wenn du jemandem gegenüber ein schlechtes Gewissen hast, dass du hier versuchst, dem anderen vergangene Dinge zurückzuzahlen. Das können Gefälligkeiten, Hilfe, aber auch Liebe sein.

Ein Beispiel:

Du hast ein schlechtes Gewissen, weil du Tante Erna schon wieder einen ganzen Monat nicht angerufen hast. Dabei schickt sie dir regelmäßig größere Summen Geld zum Geburtstag und Weihnachten. Tut sie das aus Liebe? Wenn du ein schlechtes Gewissen hast, wahrscheinlich nicht. Dann steckt hinter diesem Geld ein Deal. Deine Tante erkauft sich mit dem Geld deine Liebe. Die bei dir gar nicht vorhanden ist. Auch du rufst nur dem Geld wegen an.

Puh. Starker Tobak. Aber fühl mal in dich rein, ob das nicht stimmt.

Wem gegenüber hast du ein schlechtes Gewissen und wo versteckt sich der Deal? Bist du der Dealmaker, der Gefälligkeiten zählt? Oder ihr beide?

Erkaufst du dir die Liebe der anderen, indem du dich für sie aufopferst?

Wenn das der Fall ist, dann lade ich dich in ein Erstgespräch ein. Lass uns mal hinschauen und das im Coachingprozess lösen.

Ich freu mich auf dich!

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